Lebensdaten 2018-03-26T13:03:07+00:00

Lebensdaten

1780 Geboren am 17. August in Beromünster (Kanton Luzern), als ältestes Kind des Leopold Troxler, Schneider und Tuchhändler in Beromünster, und der Katherine, geb. Brandstetter.
1786 Tod des Vaters infolge Krankheit (Lungenentzündung).
1789–1798 Besuch der Lateinschule im Chorherrenstift Beromünster, sodann der Gymnasien in Solothurn und Luzern.
1798–1799 Als Sekretär des Regierungsstatthalters von Luzern im Dienst der Helvetischen Republik.
1799–1803 Studium der Medizin, der Naturwissenschaften und der Philosophie in Jena. Schüler und Freund Schellings.
1804 Promotion in Medizin. Anschliessend folgt Troxler seinem Lehrer Karl Himly für ein weiteres Studienjahr nach Göttingen.
1803–1807 Publikation von medizinisch-anthropologischen Schriften und einer Reihe von Aufsätzen in der von Himly herausgegebenen «Ophthalmologischen Bibliothek».
1805 Einführung in die ärztliche Berufstätigkeit durch Johann Malfatti in Wien. Rückkehr in die Schweiz. Arztpraxis in Beromünster.

Konflikt mit dem luzernischen Sanitätsrat aufgrund der Publikation der Kampfschrift «Einige Worte über die grassierende Krankheit und Arzneikunde im Kanton Luzern im Jahre 1806» (Zug 1806). Troxler entzieht sich der Festnahme durch Flucht. Rückkehr nach Wien.

1806–1809 Arztpraxis in Wien. Philosophische Studien. Freundschaft mit Beethoven.
1809 Heirat mit Wilhelmina Polborn aus Potsdam. Rückkehr in die Schweiz. Festnahme. Abbitte. Arztpraxis in Beromünster.
1811 Berufung an die Medizinische Fakultät der neuen Berliner Universität; von Troxler abgelehnt.
1812 Publikation des ersten anthropologischen Entwurfs: «Blicke in das Wesen des Menschen».
1814 Troxler reagiert auf den Staatsstreich in Luzern nach Aufhebung der Mediationsverfassung mit Flugschriften und mit einer Bittschrift an die Regierung. Er wird verhaftet und nach einigen Wochen wieder freigelassen. Er reist mit der Familie nach Wien, um am Wiener Kongress als Privatmann auf die Verhandlungen über die Gestaltung der politischen Verhältnisse in der Schweiz einzuwirken.
1815 Die Familie verlässt Wien und reist über Potsdam [Geburt und Tod eines Kindes] zurück in die Schweiz. Niederlassung in Aarau und Wiederaufnahme der ärztlichen Praxis.
1816 Als Mitbegründer der Zeitschrift «Schweizerisches Museum» veröffentlicht Troxler Aufsätze über das Wesen der Volksvertretung, die Pressefreiheit und den Begriff des Repräsentativsystems.
1816–1817 Als Mitherausgeber der Zeitschrift «Archiv der Medizin, Chirurgie und Pharmazie» publiziert Troxler eine Reihe von medizinischen Aufsätzen.

Berufung als Professor der Philosophie an die Universität Bonn; von Troxler abgelehnt.

1815–1819 Die Familie verliert vier Kinder durch Krankheit. Troxler gibt den Arztberuf weitgehend auf.
1819–1821 Philosophielehrer mit grosser Ausstrahlung am Lyzeum in Luzern.
1821 Entlassung aus dem Lehramt, u.a. infolge der Veröffentlichung der Schrift «Fürst und Volk». Abrechnungsschrift. Prozess mit Freispruch.
1823–1830 Lehrer an der Fortbildungsschule des «Lehrvereins» in Aarau (durch die Vermittlung seines Freundes Heinrich Zschokke); später Präsident des Lehrvereins. Nebenbei praktizierender Arzt; 1827 ans Sterbelager Pestalozzis in Brugg gerufen. Ausarbeitung der philosophischen Hauptschriften.
1830 Berufung als Professor der Philosophie an die Universität Basel. 1831 Rektor der Universität. Wegen seiner Sympathien für die demokratische Bewegung in den Landgemeinden 1831 aus der Stadt vertrieben.
1831–1834 Wieder in Aarau. 1832 Wahl in den Grossen Rat des Kantons Aargau. 1833 Entwurf für eine Bundesverfassung in der Schrift «Die eine und wahre Eidgenossenschaft im Gegensatz zur Centralherrschaft und Kantonsthümelei»
1834–1853 Professor der Philosophie an der neu gegründeten Universität Bern.
1848 Intervention für die Bundesverfassung durch die Schrift «Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Nordamerika als Musterbild der schweizerischen Bundesreform».
1853 Emeritierung. Umzug auf das Landgut in Aarau.
1858 Teilnahme an der 300-Jahr-Feier der Universität Jena. Troxler lernt den geistverwandten Philosophen Immanuel Hermann Fichte kennen, der seine Schriften mehrfach gewürdigt hatte.
1859 Tod der Ehefrau Minna, nach 50 Ehejahren, infolge Krankheit.
1866 Troxler stirbt am 6. März in Aarau.