{"id":1916,"date":"2015-09-11T10:16:59","date_gmt":"2015-09-11T08:16:59","guid":{"rendered":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/les-aphorismes-de-troxler\/"},"modified":"2022-08-05T16:10:22","modified_gmt":"2022-08-05T14:10:22","slug":"les-aphorismes-de-troxler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/","title":{"rendered":"Les aphorismes de Troxler"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 hundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"background-color: #ffffff;background-position: center center;background-repeat: no-repeat;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;margin-bottom: 0px;margin-top: 0px;border-width: 0px 0px 0px 0px;border-color:#eae9e9;border-style:solid;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_2_3 2_3 fusion-two-third fusion-column-first impressum\" style=\"width:65.3333%; margin-right: 4%;margin-top:0px;margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\" style=\"background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><h1>Le cosmos de la pens\u00e9e de I.P.V.Troxler en 160 aphorismes s\u00e9lectionn\u00e9s<\/h1>\n<p><em>Tir\u00e9 de I.P.V. Troxler. Fragments de l&rsquo;auteur. Premi\u00e8re publication \u00e0 partir du fonds qu\u2019il a laiss\u00e9, \u00e9dit\u00e9 par Willi Aeppli, Dreilinden-Verlag St. Gallen 1936. S\u00e9lection et adaptations orthographiques par Franz Lohri 2015.   <\/em><\/p>\n<p>\u00ab\u00a0Ce que Troxler a publi\u00e9 non seulement dans des \u00e9crits purement philosophiques, mais aussi scientifiques, m\u00e9dicaux, p\u00e9dagogiques et politiques, \u00e9tait pour lui, au sens strict du terme, une expression de sa philosophie, ou plus pr\u00e9cis\u00e9ment : le produit de son esprit philosophique. Ses \u00e9crits ne peuvent donc \u00eatre compris que par ceux qui, dans une certaine mesure, ma\u00eetrisent d\u00e9j\u00e0 l&rsquo;art de philosopher ou qui ont su d\u00e9velopper cette comp\u00e9tence par eux-m\u00eames, par l&rsquo;\u00e9tude de ses \u0153uvres philosophiques. \u00bb C&rsquo;\u00e9tait en tout cas l&rsquo;avis de Troxler sur ses propres livres et sur leur efficacit\u00e9 publique en g\u00e9n\u00e9ral. Compte tenu de ce fait, certains lecteurs pourraient peut-\u00eatre se poser la question suivante : est-ce que cela a un sens pour moi de \u00ab\u00a0philosopher\u00a0\u00bb ou n&rsquo;est-il pas pr\u00e9f\u00e9rable de laisser ce genre d&rsquo;activit\u00e9 aux sp\u00e9cialistes, \u00e0 ceux qui veulent ou m\u00eame doivent poursuivre des \u00e9tudes philosophiques par go\u00fbt ou par m\u00e9tier, ou en vertu de leur fonction. Ai-je la capacit\u00e9 de mener \u00e0 bien une telle activit\u00e9 ? Troxler ne m&rsquo;aurait-il pas conseill\u00e9 de laisser tomber cette t\u00e2che et de laisser \u00e0 la corporation des philosophes ce qu&rsquo;elle peut peut-\u00eatre l\u00e9gitimement revendiquer pour elle seule ? La r\u00e9ponse \u00e0 ces questions se trouve souvent dans les \u00e9crits de Troxler. Il \u00e9crit : ce n&rsquo;est qu\u2019en renon\u00e7ant \u00e0 sa dignit\u00e9 humaine qu\u2019on peut renoncer \u00e0 philosopher. Mais peut-\u00eatre ne sait-on pas encore ce qu&rsquo;est un philosophe et ce qu&rsquo;est la philosophie\u00a0\u00bb.     <\/p>\n<h6 style=\"text-align: right\">Willi Aeppli<\/h6>\n<h2 id=\"Anker1\">Denken und philosophieren<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Philosoph ist jeder, welcher sich zu verstehen und die Welt zu begreifen sucht, und davon sind die meisten Philosophen von Profession ferner, als der gesunde Verstand und Sinn, welche wenigstens mit sich und der Welt in keinem Widerspruche stehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wir gehen lieber vom Vollen als vom Leeren aus.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>In der Natur ist kein totes Sein, sondern stetes Entstehen und Vergehen, das mit unserem Denken (Vor- und Nachdenken) parallel l\u00e4uft.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Sie vergessen, dass der Mensch von dem Sinnenschein ausgehen muss, und dass ihn das Denken zu einer h\u00f6heren Erkenntnis f\u00fchrt, zu einer Intuition im Geiste.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das Denken ist das Erste, das vom Ich ausgeht; hinzu kommt erst das Sein &#8211; obwohl das Seiende vor dem Denkenden ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das Wesen des Denkens f\u00fchrt zum Denken des Wesens: ideal-reale und real-ideale Einheit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Begriff steht unter, nicht \u00fcber dem Wesen der Dinge; und das Denken ist nur Weg und Mittel zum Erkennen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der einf\u00e4ltige, einfache Verstand produziert ungeschieden Stoff und Form im Denken. Der h\u00f6here Verstand unterscheidet, der h\u00f6chste eint wieder.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Scheidewand zwischen Glaubens- und Wissensphilosophie muss fallen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Jeder Inhalt des Denkens hat Stoff und Form, Wesenheit und Ursache.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Wissenschaft lehrt uns den geistigen Naturprozess des Denkens kennen und die Kunst ihn mit Bewusstsein und Willk\u00fcr aus\u00fcben. Ist Denken eine Kunst?<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Philosophieren ist die h\u00f6chste und freieste T\u00e4tigkeit des Geistes. Man muss mit allen Sinnen und Gliedern des Geistes philosophieren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wirkliches Philosophieren ist allumfassendes, systematisch und methodisch durchgef\u00fchrtes Denken, welches sich \u00fcber die Abstraktion erhebt und das Endziel der Reflexion erreicht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Im Denken liegt der Anfang, aber nicht das Ende der Philosophie. R\u00e4sonieren und Argumentieren ist noch nicht Philosophieren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Denken ist ein Sch\u00f6pfungsakt ohne Materie.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Keine Philosophie ohne Enthusiasmus.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nicht Ideen soll die Philosophie lehren, sondern die Erzeugung von Ideen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Ideen sollten als leuchtende Feuers\u00e4ulen allen Unternehmungen vorangehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Vernunft hat ein Vorbild an der Natur, aber nicht an der unter ihr liegenden, sondern an der h\u00f6heren, menschlichen. Jede Idee ist eine Verhei\u00dfung einer andern Welt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Ideen sind Ph\u00e4nomene im Geisterreiche.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker2\">Subjekt und Objekt<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Das Subjektive und Objektive ist im Menschen, nicht der Mensch in ihnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wenn wir von \u00bbGegenstand\u00ab reden, haben wir uns schon subjektiviert und jenen objektiviert.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Was wir Tatsachen und Objekte nennen, sind auch Prinzipien und Grunds\u00e4tze, die lebendigen Quellen liegen in uns.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Zum Objekt au\u00dfer uns gibt\u2019s nur einen \u00dcbergang durch das Objekt in uns, so wie zu dem absoluten Subjekt nur durch das Subjekt in unserem Innern.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nur das Sein hat Wirklichkeit, in welchem Stoff und Form in Einheit auftreten. Der formlose Stoff ist Abstraktion wie die stofflose Form. Diese k\u00f6nnen wir denken, jene nicht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker3\">Idealismus und Realismus<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Das sogenannte Ideale ist so wenig das absolut Wirkliche als das Reale.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Sowohl Spiritualismus als Materialismus sind Weg zum Nihilismus. Die Materialisten sehen das Ende, die Spiritualisten den Anfang nicht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Sie wollen sich aus dem Sumpf und Schlamm des Spiritualismus und Materialismus auf M\u00fcnchhausens Manier mit dem Zopf ihres seel- und leiblosen Ich herausbuxieren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Gegner des Idealen \u00e4ffen sich selbst mit ihrem vermeinten Realen, welches dieses durchaus nicht ist, sondern ein blo\u00df sinnliches Scheinwesen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der wesenlose Spiritualismus muss durch Beleibung, der unlebendige Materialismus durch Beseelung zu Samenbl\u00e4ttern und Fruchth\u00fcIIen des Menschen im Menschen werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Dualismus und die Isoliertheit ist das Allerunnat\u00fcrlichste und Irrt\u00fcmlichste, T\u00f6tendste. Man erfand es um der Unsterblichkeit willen, und zerst\u00f6rt dadurch alles Leben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Es gibt einen spiritualistischen und materialistischen Egoismus und Satanismus. Spiritualismus ist unideal, Materialismus unreal.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker4\">Selbstheit und Freiheit<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Mut ist mehr als Vernunft und Wille: Quell der Freiheit! Der Geist des Mutes wirft das Joch der Gesetze ab!<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das h\u00f6chste Leben ist Freit\u00e4tigkeit und das Bewusstsein dieser T\u00e4tigkeit ist Gl\u00fcckseligkeit<em>.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Freiheit an sich ist unabh\u00e4ngiges <em>Leben. <\/em>Besitz ist nur Mittel zu unabh\u00e4ngigem <em>Dasein.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Bildung nur Mittel zu selbst\u00e4ndigem <em>Wirken.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Freiheit ist nicht blo\u00df Unabh\u00e4ngigkeit von der Begierde, sondern ihre S\u00fchnung mit dem Willen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wahrheit und Freiheit haben ihren besten Grund in der Gleichheit, der unersch\u00f6pften Hoheit des menschlichen Wesens.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nur wo Selbstheit in der Vernunft und Freiheit im Willen ist, ist die Kraft im Geiste selbst, oder sollen wir noch lange von andern erwarten, was in unserer Macht steht?<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>In der Selbstbewusstheit zeigt sich das Licht, in der Freigewilltheit die Kraft des hinter beiden verborgenen Geistes.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte und mirakul\u00f6seste Mysterium der menschlichen Natur ist die selbstbewusste freigewillte Pers\u00f6nlichkeit, die individuell und immortell ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nur das lebendigste Wesen und wesentlichste Leben ist unsterblich.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Freiheit ist die Selbstmacht des Geistes \u00fcber sich selbst.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker5\">Mensch und Menschheit<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Ohne Zweifel ist der Mensch der Mittel- und Gipfelpunkt der Erde; sein Organismus und Lebensprozess der vollkommenste, daher die Menschennatur die Norm und das Gesetz aller Erdsch\u00f6pfung.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Jeder Mensch ist ein Weltsystem, eine Sonne mit Planeten und Kometen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Mensch ist das ordnende Ma\u00df der Sch\u00f6pfung und der Aufschluss ihrer tiefsten Geheimnisse &#8211; daher sein Bau ein Grundriss der Welt. In jedem Menschen liegt die ganze Sch\u00f6pfung und Welt-Geschichte.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Vom Menschen aus kann das Weltall erkl\u00e4rt werden, aber nur wo der ein und ganz ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Es kann nichts so Sch\u00f6nes, nichts so Gro\u00dfes gedacht werden, das nicht im Menschen l\u00e4ge und das nicht hier und da himmelrein aus ihm hervorbr\u00e4che.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Ein durch und durch zweideutig Wesen. Der Mensch ist ein sterbender und werdender Gott.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Vom Menschlichen muss Alles abh\u00e4ngig gemacht werden, aber das Menschliche darf nicht von G\u00f6ttlichem und Nat\u00fcrlichem getrennt werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Es ist schon gro\u00dfes Gl\u00fcck, Ungl\u00fcck ertragen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wenn das Urspr\u00fcngliche das Vollkommene ist, warum war dann der Mensch nicht das erste Gesch\u00f6pf &#8211; sondern das letzte?<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nur der Erdball ist veraltet und erh\u00e4rtet. Der Mensch ist das Innerste und H\u00f6chste Lebendigste!<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Sind nicht alle, die oben sind, Empork\u00f6mmlinge? Aber nicht alle ihrer Arbeit und ihres Geistes!<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Mensch hat Menschliches in sich, G\u00f6ttliches aber \u00fcber, Tierisches unter sich, und ist daher so korruptibel und perfektibel.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das Menschliche ist das G\u00f6ttliche im Nat\u00fcrlichen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Mensch muss bei aller Festigkeit und Stetigkeit sich verwandeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der \u00e4u\u00dfere Mensch erscheint sich im Innern und der innere Mensch beschaut sich im \u00c4u\u00dfern &#8211; nur selten offenbart sich das Innerste.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wer den Charakter eines <em>Menschen <\/em>ganz ergr\u00fcnden will, muss in ihm das Kind auffinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Mensch ist f\u00fcr den Menschen eine Quelle der gr\u00f6\u00dften Gl\u00fcckseligkeit und Vollkommenheit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Jeder Mensch ist Universum und Individuum und hat, nebst der allgemeinen gemeinschaftlichen Menschenbestimmung und Mission, seine besondere und eigent\u00fcmliche.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die organische Natur in ihrer Zweigestalt erhebt sich \u00fcber Erdball und Weltraum zur innersten Innerlichkeit und h\u00f6chsten Mitte des Alls im <em>Menschen.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Statt den <em>Menschen <\/em>au\u00dfer dem Menschen, soll man den Menschen im Menschen suchen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die \u00bbgeistige Wiedergeburt\u00ab des <em>Menschen <\/em>ist nur eine diesseitige und einseitige, die Wiedergeburt des Menschen selbst ist sein ganzes Wesen umfassend und geht im Jenseits vor.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Es denkt und spricht Gott in der Menschheit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Bestimmung der Menschheit ist eine in allen Menschen, aber die eines Jeden ist eine besondere, mehr durch das Selbst, als durch Stand, Geburt, Beruf usf.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Humanismus setzt Humanit\u00e4t, diese die Menschheitsidee und -gesinnung voraus. Humanit\u00e4t ist das Vollblut der Menschlichkeit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das Menschengeschlecht ist ewiger als die Erde.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Weiter als Seele und Leib reicht der Geist. Wo noch keine Seele ist, ist Geist, wo kein Leib mehr ist, ist Geist.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der menschliche Geist ist die aufgeschlossene Bl\u00fcte der ganzen irdischen Welt, das Herrschende, weil ihr H\u00f6chstgeborenes.<\/p>\n<p>Der menschliche Geist ist wie die Sonne, sie blendet die Augen und hindert die Menschen, den gestirnten Himmel zu sehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Geistessph\u00e4re ist viel weiter und m\u00e4chtiger, als die des K\u00f6rpers, indem in ihr das eine ganze Wesen und Leben, die Pers\u00f6nlichkeit erweitert und erh\u00f6ht, was im K\u00f6rper beengt und erniedrigt ist.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das Immaterielle ist das Substanziellste, der Geist das Realste, die Einheit und Ganzheit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der K\u00f6rper des Menschen verh\u00e4lt sich zu seinem Geist, wie der Erdball zum Luftkreis.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nach der sehr gew\u00f6hnlichen und fast allgemein herrschenden Ansicht umf\u00e4ngt der K\u00f6rper den Geist; nichts aber ist verkehrter als diese Ansicht, welche, ich m\u00f6chte sagen, die Natur der Dinge auf den Kopf stellt und das Unendliche dem Endlichen unterordnet.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Leib, Seele Geist sind Hauptorgane des Menschen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das eigentliche wahre Gem\u00fct ist die wesentliche und lebendige Einheit von Geist und Leib, Verstand und Wille.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Geist beseelt den Leib und durch die lebendige leibhafte Seele wird der K\u00f6rper belebt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker6\">Gesundheit und Krankheit<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Jede Krankheit ist eine Erscheinung des Todes im Leben; so wie Gesundheit nichts als das klare Licht des Lebens ist, das alle Finsternis des Todes verscheucht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Kunst besteht darin, den Kranken nicht zu behandeln, sondern nur die Krankheit; der Kranke hat Freund und Feind in sich, und was im Augenblicke der Krankheit Feind ist, soll nicht get\u00f6tet werden, denn dies hei\u00dft alles t\u00f6ten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Arzt, der heilen will, soll nicht nur wissen, welche Funktion gest\u00f6rt ist &#8211; er muss wissen, welche innere Kraft er wecken muss, ihr zu begegnen &#8211; und selbst in welchem Verh\u00e4ltnis die zwei Kr\u00e4fte zur h\u00f6heren einen stehen sollen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nur da geht es gut, wo der Arzt <em>mitleiden, <\/em>und der Kranke <em>mitwirken <\/em>kann; Mitleiden ist die Quelle echter Diagnose.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Kranke kennt immer nur die Beschwerden, nicht die Krankheit selbst. Der innigste Abgrund ist noch nicht erforscht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Du musst in jedem Kranken den Seienden (Gesunden), den Sterbenden (Erkrankten) und den Neugeborenen (Genesenden) sehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Lebensgeist ist die Ursache der Krankheit &#8211; ist der Endzweck der Heilkraft.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der geheime vergeistete Wille, der in des leiblichen Daseins Tiefe als solcher verborgen ist, ist offenbar eins mit dem Ursprung der Krankheit, mit der Neigung der Organisation.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Missbrauch der Freiheit ist eine der gr\u00f6\u00dften Quellen der Krankheiten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Krankheit ist stets ein Sturm, der Himmel und Erde, Feuer und Wasser zu seinem Wesen fordert. Wie bl\u00f6dsinnig ist es, sie im K\u00f6rper finden zu wollen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Heilen kann nur der Geist. Genesen nur der K\u00f6rper. Kr\u00e4nken kann nur der Geist und Erkranken nur der K\u00f6rper. Der Arzt ist nur Mittler, die Arznei nur Mittel.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Viele verschiedene Krankheiten weichen auf einerlei Arznei, viele \u00e4hnliche auf verschiedene. Sollte dies nicht beweisen, dass alles, was wir Krankheit nennen, nur Zufall ist, und dass wir ihre Ursache noch nicht kennen?<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Jede Krankheitsursache hat eine Hauptwirkung, von welcher alle Symptome Verzweigungen sind.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Selbstbekenntnisse sind die besten Krankheitsgeschichten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Gesundheit ist die Offenbarung der Macht des Lebens in der Wirklichkeit; es gibt aber im Leben viel gr\u00f6\u00dfere G\u00fcter als Gesundheit, gr\u00f6\u00dfere \u00dcbel als Krankheit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker7\">Organsysteme beim Menschen<\/h2>\n<blockquote>\n<p>So gewiss als der Mensch zwei Mittelpunkte an Kopf und Herz hat, hat er noch einen \u00fcber beiden, der aber verborgen liegt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das Gebl\u00fct, gleichsam ein fl\u00fcssiges k\u00f6rperliches <em>Gem\u00fct, <\/em>das Hirn und Herz vermittelt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Herz ist <em>endlicher <\/em>Geist \u2013 das Hirn ist nur <em>einseitig <\/em>h\u00f6her.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das Leben im Organismus ist aber das <em>Blut<\/em>.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Es findet keine Leitung von den Sinnen zum Gehirn und keine von diesem zu den Beweggliedern statt, das <em>Sensorium <\/em>und <em>Motorium <\/em> ist \u00fcberorganisch.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Alles geschieht durch Doppelkr\u00e4fte und Wechselwirkung.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker8\">Staat und Politik<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Das Gesetzm\u00e4\u00dfige kann rechtswidrig und das Gesetzwidrige rechtm\u00e4\u00dfig sein.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Politik ist die auf die Gesellschaft \u00fcbertragene Wissenschaft und Kunst der Ethik.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nicht einer, nicht Alle &#8211; gleich verkehrte Lehre!! Gott im Menschen ist Herrscher.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Jede Monarchie hat nur <em>ein <\/em>goldenes Zeitalter, eine Republik aber weite Zeitr\u00e4ume von Wildheit und Kultur.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>So lange es nur eine Menge gab, die f\u00fcr Volk galt, musste es auch Monarchen geben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wir haben kein Beispiel einer <em>urspr\u00fcnglichen <\/em>Republik, aber eben das beweist, wie hoch sie steht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Mensch kann nur in Republiken recht gedeihen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Staatsgewalt ist ein zweifelhaft Ding. Sie soll ein Mittel sein, sich wider die Ungerechtigkeit des St\u00e4rkeren zu verwahren, und meistens war sie ein Werkzeug, den Schw\u00e4cheren zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nationalit\u00e4t hat nur Bedeutung f\u00fcr den Staat.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Man gebe der Vernunft das Recht, die Vernunft zu richten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker9\">Wahrheit<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Welche Wahrheit war nicht einmal unbekannt, und welcher stand nicht zur Zeit das Vorurteil der Mehrheit, im ersten Augenblick oft Aller, au\u00dfer dem Entdecker entgegen?<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Begierde nach <em>Wahrheit <\/em>(Erkenntnis) und <em>Freiheit <\/em>(Selbstbeherrschung) ist unausl\u00f6schlich, es ist g\u00f6ttliches Geistesstreben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Von Gott selbst beglaubigte <em>Wahrheit <\/em>liegt in uns.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Wahrheit verst\u00f6\u00dft gegen Nichts. Durch sie kann Religion und Sittlichkeit gereinigt und vervollkommnet, aber nicht gef\u00e4hrdet und verderbt werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Auch das B\u00f6se n\u00fctzt, denn die Wahrheit ist selbst nicht an Zeit und Ort gebunden. Lasst die Falschheit selbst eine Zeitlang da und dort herrschen, sie wird gewiss widerlegt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der gesunde Geist wird immer den durch T\u00e4uschung oder Betrug kranken \u00fcberwinden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die \u00f6ffentliche Meinung eines Volkes ist ja nat\u00fcrlich selbst nicht das H\u00f6chste! \u2013 noch zu enge, zeitlich und \u00f6rtlich!<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Aristokraten und Demokraten, Christen und Heiden, F\u00fcrsten und V\u00f6lker haben andere Wahrheiten, oder viel eher <em>St\u00fcckwerke.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Ist eine Wahrheit unschicklich &#8211; unzeitig oder un\u00f6rtlich \u2013 so dringt sie nicht durch \u2013 wird wohl auch nicht entwickelt!<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker10\">Wissenschaft<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Es gibt kein sichereres Mittel, eine Wissenschaft oder Anstalt zu Grunde zu richten, als Beg\u00fcnstigung der Mittelm\u00e4\u00dfigkeit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die <em>Philosophie <\/em>darf nicht <em>Fachwissenschaft <\/em>werden und die Fachwissenschaft nicht ohne Philosophie bestehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Weisheitslehre und Wissenschaftslehre sind wohl zu unterscheiden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Aus der Empirie l\u00e4sst sich das Ich, aus der Spekulation die Welt nicht erkl\u00e4ren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wissenschaft ist so wenig Weisheit, als Kunst Tugend.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Weisheit ist auch nicht blo\u00df eine mit dem Wesen des Menschen ethisch verwachsene Philosophie, sondern eine h\u00f6here, \u00fcbersinnliche, unmittelbare Erlebnisweise der Natur der Dinge.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Jetzt haben die \u00bbexakten\u00ab Wissenschaften den Vorschritt aber die Zeit ist nahe, da die \u00bbunexakten\u00ab ihn erhalten werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wir setzen immer zusammen aus dem Zersetzten und verlieren so das Wesen und Leben an sich, wie in seinem Ursprung und Abgrund.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die sch\u00e4rfste Bewaffnung \u00e4u\u00dferer Sinne durch Teleskop oder Mikroskop kann das Schaffen durch innere Sinne nicht ersetzen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Bildung der Wissenschaft beginnt erst, wo ihr sie abgeschlossen zu haben glaubt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wo die nat\u00fcrliche Sch\u00f6pfung endet, erforscht sie der Sinn und auf den Resultaten dieser Forschung beginnt der Geist seine Nachbildung.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wissenschaft ist der mit dem Gegenstand verwachsene Geist, wie die Erscheinungs- oder Sinnenwelt eine Synthesis von Geist und K\u00f6rper. Monaden, Atome, Molek\u00fcle wollen sie, aber nicht Individualit\u00e4ten und eigentliche Pers\u00f6nlichkeiten! Was sich verkehrt hat, muss umgekehrt werden!<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker11\">Natur und Kosmos<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Die tote Natur ist ganz egoistisch; mit Unrecht hei\u00dft sie Universum, sie hat nichts als Einzelheiten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Welt ist mir nicht blo\u00df eine gro\u00dfe allumfassende Masse, sondern ein Organismus von einzelnen besonderen Welt- oder Himmelsk\u00f6rpern.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Sind die Wolken und Winde nicht das Gehirn und Nervensystem der Erde?<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Erde muss als ein Universalorganismus und als ein ewiger Lebensprozess betrachtet werden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>In der Sonne sind wir universell (alle Eins) im Mond individuell (alle getrennt). In der Erde sind wir beides &#8211; pers\u00f6nlich.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Mond tr\u00e4gt zur Selbst\u00e4ndigkeit der Erde bei. Er befreit sie durch Gegenwirkung von der absoluten Herrschaft der Sonne.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Sternhimmel, welcher bei Abwesenheit von Sonn- und Mondlicht um Mitternacht am hellsten hervortritt, ist ein Abbild des echten jenseitigen Himmels.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Ist die Milchstra\u00dfe nicht, gleich dem Ring des Saturns, ein Kreis um ein jenseitiges Innere? Der Fixsternhimmel.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Eine jede Gegend hat ihre Physionomie, wie ihren Charakter, wo die verschiedensten Richtungen in einem Haupttypus zusammentreffen; da ist Einheit der Natur &#8211; es gibt \u00fcberirdische Gegenden, Paradiese.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die <em>Tiere <\/em>sind jetzt wie je, und hier und dort &#8211; wie anders der <em>Mensch! <\/em>Er scheint schon hier zur Unendlichkeit des Seins und Tuns berufen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das Tier kann nicht err\u00f6ten und nicht erblassen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Die Tiere sind Blutsverwandte des Menschen, die Pflanzen Kinder der Erde, beide vermittelt die Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Mensch mit seinem Jenseits und Diesseits ist das Zentrum der lebendigen und beseelten Natur. Tier- und Pflanzenwelt sind die Cotyledonen [Keimbl\u00e4tter] der Menschennatur.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Beim Tier ist <em>Vernunft <\/em>und <em>Gef\u00fchl, Wille <\/em>und <em>Instinkt <\/em>noch ungetrennt, schlummert in tieferer Einheit. Das Tier ist daher auch nicht des Irrtums und der Wahrheit, weder der Tugend noch des Lasters f\u00e4hig.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Aber der Mensch birgt in sich eine h\u00f6here Einheit, in die er die <em>Gegens\u00e4tze <\/em>aufl\u00f6sen soll, die an und f\u00fcr sich nicht Tugend noch Laster, nicht Irrtum noch Wahrheit begr\u00fcnden; wohl aber in ihrem gegenseitigen Widerspruch.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Kreisform des Lebens, Kugelgestalt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"Anker12\">Erziehung, Bildung, P\u00e4dagogik<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Die gro\u00dfe Kunst des Unterrichtens ist, dass so gelebt wird, dass der Z\u00f6gling das, was er lernt, aus sich selbst produziere.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Eigentlich ist Alles Selbstentwicklung, bei welcher die Menschheit sich selbst unter und \u00fcber sich voraussetzt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Daher ist alle Erziehung nur Beistand und fordert Anlage in der Entwicklung.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>P\u00e4dagogik umfasst Alles.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wer sich allein selbst erziehen will, hat einen Sch\u00fcler zum Lehrer.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Zwischen Erzieher und Z\u00f6gling besteht \u2026 der h\u00f6chste \u2026 Vertrag, der unter Menschen geschlossen werden kann, und der auch nur den tiefen Ansichten der Natur gem\u00e4\u00df abgeschlossen werden soll. Erziehung ist die Offenbarung der g\u00f6ttlichen Liebe des Bildners seines Geschlechts.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nicht Gelehrtheit, nicht Brauchbarkeit, nicht das Bl\u00fchen und Bestehen h\u00f6herer oder niederer St\u00e4nde, nicht dieses Berufes oder jenes Gewerbes liegen uns am Herzen, sondern die Veredelung und Fortbildung der Menschheit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Der Mensch muss zum <em>Selbstdenken <\/em>und <em>Selbstwollen <\/em>gebracht werden, dies ist der lebendige Grund auf den die Saat g\u00f6ttlicher Lehre abfallen soll.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p><em>Humanit\u00e4t, <\/em>als Inbegriff der \u00c4u\u00dferung und Entwicklung aller menschlichen F\u00e4higkeiten und Verm\u00f6gen ist das eine und stete Prinzip und Ziel der Vervollkommnung des Menschen und der Menschheit.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Warum gibt es so viel halbgeformte Menschen? Jeder tr\u00e4gt die Mei\u00dfelschl\u00e4ge seiner Erziehung an sich.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Nur in der Jugend kann der Mensch erzogen werden, sp\u00e4ter nur regiert.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wo ist auch der Mensch, der einen Menschen erziehen kann? Wo ist dagegen auch der, der sich ohne einen andern erziehen k\u00f6nnte?<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das schwierigste in der Erziehung, das individuelle Erziehen durch Gem\u00fct und Herz, wird nur m\u00f6glich durch Lebensverwandtschaft.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Das wahre Erziehen ist Beleben.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Bilder von Gro\u00df-Menschen erwecken das eigene Ideal, darum ihr Erzieher, erf\u00fcllt das Gem\u00fct der Z\u00f6glinge mit der Heldenwelt!<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>M\u00fcssen Bildungsanstalten im Geist der Zeit oder nicht vielmehr gegen denselben angelegt werden?<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p>Wie sollte der Mensch je aufh\u00f6ren, Sch\u00fcler und Z\u00f6gling zu sein, wenn er je anfinge, Lehrer und Meister zu werden?<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_3 1_3 fusion-one-third fusion-column-last\" style=\"width:30.6666%;margin-top:0px;margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\" style=\"background-position:left top;background-repeat:no-repeat;-webkit-background-size:cover;-moz-background-size:cover;-o-background-size:cover;background-size:cover;padding: 0px 0px 0px 0px;\"><div class=\"fusion-text fusion-text-2\"><h2>Lesezeichen<\/h2>\n<p><a href=\"#Anker1\">Denken und philosophieren<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker2\"><a href=\"#Anker2\">Subjekt und Objekt<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker3\"><a href=\"#Anker3\">Idealismus und Realismus<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker4\"><a href=\"#Anker4\">Selbstheit und Freiheit<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker5\"><a href=\"#Anker5\">Mensch und Menschheit<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker6\"><a href=\"#Anker6\">Gesundheit und Krankheit<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker7\"><a href=\"#Anker7\">Organsysteme beim Menschen<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker8\"><a href=\"#Anker8\">Staat und Politik<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker9\"><a href=\"#Anker9\">Wahrheit<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker10\"><a href=\"#Anker10\">Wissenschaft<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker11\"><a href=\"#Anker11\">Natur und Kosmos<\/a><\/p>\n<p id=\"Anker12\"><a href=\"#Anker12\">Erziehung, Bildung, P\u00e4dagogik<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><style type=\"text\/css\">.fusion-fullwidth.fusion-builder-row-1 { overflow:visible; }<\/style><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1916","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Les aphorismes de Troxler &#8211;<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"fr_FR\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Les aphorismes de Troxler &#8211;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2022-08-05T14:10:22+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Dur\u00e9e de lecture estim\u00e9e\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"18 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/fr\\\/les-aphorismes-de-troxler\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/fr\\\/les-aphorismes-de-troxler\\\/\",\"name\":\"Les aphorismes de Troxler &#8211;\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2015-09-11T08:16:59+00:00\",\"dateModified\":\"2022-08-05T14:10:22+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/fr\\\/les-aphorismes-de-troxler\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"fr-FR\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/fr\\\/les-aphorismes-de-troxler\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/fr\\\/les-aphorismes-de-troxler\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/fr\\\/home\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Les aphorismes de Troxler\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/\",\"name\":\"\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/ipvtroxler.ch\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"fr-FR\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Les aphorismes de Troxler &#8211;","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/","og_locale":"fr_FR","og_type":"article","og_title":"Les aphorismes de Troxler &#8211;","og_url":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/","article_modified_time":"2022-08-05T14:10:22+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Dur\u00e9e de lecture estim\u00e9e":"18 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/","url":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/","name":"Les aphorismes de Troxler &#8211;","isPartOf":{"@id":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/#website"},"datePublished":"2015-09-11T08:16:59+00:00","dateModified":"2022-08-05T14:10:22+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/#breadcrumb"},"inLanguage":"fr-FR","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/les-aphorismes-de-troxler\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/home\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Les aphorismes de Troxler"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/#website","url":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/","name":"","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"fr-FR"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1916","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1916"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1916\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1919,"href":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1916\/revisions\/1919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ipvtroxler.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}